Kinderzentrum “Hirtenjunge von Bethlehem”, Santa Cruz do Sul

Das ist unser erstes Sozialprojekt, das in 1991 gegründet wurde. Es steht in Santa Cruz do Sul in einem Stadtteil am Stadtrande auf einer ehemaligen Müllhalde. In der Begleitung von Ratten, Fliegen und Hunden stritten sich Hunderte von Männern und Frauen um Essenreste, die aus den Restaurants im Stadtzentrum dort abgeladen worden sind, um dieselben ihren Kindern zum Essen zu geben. Die Kinder, die hier direkt betreut werden, insgesamt 60, kommen aus einer extrem armen Bevölkerung und zwar aus den Randgebieten verschiedener Stadtteile. Deren Familienangehörige haben nur für wenige Monate im Jahr eine Arbeitsstelle bei der Tabakindustrie der Region.

Heute, dank der großartigen Hilfe, besonders von solidarischen Menschen aus Deutschland und auch vor Ort, an der Stelle der ehemaligen städtischen Müllhalde steht ein sehr gut ausgestattetes Kinderzentrum, um den Ärmsten zu helfen, besonders den Kindern, damit sie so ein Leben mit Hoffnung und Menschenwürde haben können.

Täglich bekommen sie eine warme Mahlzeit, die von freiwilligen Helferinnen im eigenen Zentrum zubereitet wird. Hier wird ihnen ebenfalls das Beten beigebracht, um Gott für die Speisen zu danken und für die Personen zu beten, die ein bisschen von ihrem Besitz spenden, damit auch sie essen können.

Dem Kinderzentrum ist schon gelungen, die Solidarität von vielen Menschen guten Willens zu wecken. So ist es mit einer Gruppe von 8 Zahnärzten der Stadt, die jede Woche ehrenamtlich die Kinder behandeln. Dieser Dienst wurde ausgeweitet auf arme, alte Menschen. In Brasilien gibt es keine kostenlose zahnärztliche Betreuung für die Armen und aus eigener Tasche können diese es sich nicht leisten.

Darüber hinaus werden im Kinderzentrum folgende Aktivitäten durchgeführt:

  • Schulnachhilfe
  • Betreuung der Familien der Kinder
  • Aufklärung für die Mütter
  • Regelmäßiger Besuch bei den Familien der Kinder
  • Haarschnitt und Zahnputzen der Kinder mit Auftragen von Fluor
  • Verschiedene Aktivitäten mit einer Gruppe von Senioren
  • Monatliches Treffen mit den Eltern zur Orientierung
  • Prävention vor Krebskrankheiten für arme Frauen

Das Zentrum wird derzeit von Schwester Aline Girelli, Mitglied der Fraternität „Wort und Mission“ geleitet.

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