Kinderzentrum Pater Mertens, Sao Joao de Chapada

Die Gründung war im Jahr 1999 in der nördlichen Mitte des Bundeslandes Minas Gerais in einer Region, wo in der Vergangenheit die Diamantengruben bewirtschaft wurden. Als diese ausgeschöpft waren und diese Aktivität verboten wurde vor weniger als 20 Jahren, hatten Tausende von Menschen keine Aussicht mehr für ein würdiges Überleben. Die Armut hat zugenommen und dabei sind es die Ärmsten und darunter die Kinder, die am meisten leiden.

São João da Chapada ist ein Bezirk in der Nähe von Diamantina und die Bevölkerung ist überwiegend negerabstämmig. In Brasilien sind die Neger immer ganz unten in der Sozialpyramide situiert, selbst in Regionen, die besser entwickelt sind.

Das Kinderzentrum wurde ins Leben gerufen, damit es kein Hunger und keine Unterernährung mehr im Leben der Kinder an diesem armen Ort geben soll. Dieses Ziel wurde schon in den ersten Jahren der Aktivität erreicht. Wie in den übrigen Kinderzentren bekommen die Kinder auch hier wenigstens eine warme Mahlzeit pro Tag.

Im Verlauf der Jahre wurden viele andere Aktivitäten organisiert und heute ist das Zentrum nicht nur eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche, insgesamt 147, die hier direkt betreut werden. Auch die Jugendlichen, die Familien und eine große Gruppe von Senioren haben hier ihren Platz. Es ist heute die einzige Möglichkeit zur sozialen Entwicklung der Armen in der ganzen Gemeinde von São João da Chapada. Indirekt werden über 808 Personen dort betreut.

Mehrere Werkstätten und Beschäftigungsprogramme wurden organisiert, wie Gemüsebau, Singen, afrikanische Kultur, Schulnachhilfe, Gesundheitskurse etc.. Ziel ist es, in den Kindern und Jugendlichen an erster Stelle das Selbstwertgefühl und einen neuen Blick für das Leben zu entwickeln. So werden sie aktiver und nicht so abhängig in ihrem Denken und Handeln.

Comments are closed.