Entstehung und Ziele des Resonanzprojekts

Eröffnung des ersten Zentrums

Das erste Kinderzentrum wurde im Jahr 1992 auf einer Müllkippe gegründet. Auf dieser Müllkippe verbrachten die Jungen und Mädchen aus den Armenvierteln, den Favelas, die meiste Zeit des Tages. Um ihre Familien und sich selbst zu versorgen, durchsuchten sie das, was andere weggeworfen hatten. Zur Schule gingen sie nicht, statt. dessen stahlen sie, handelten mit Drogen oder prostituierten sich – nur, um abends nicht hungrig einschlafen zu müssen. Ein Weg aus diesem Leben war nicht in Sicht. Da die Schulbildung fehlte, blieb den Kindern auch als Erwachsene nichts anderes übrig, als Müll zu sortieren oder kriminell zu werden. Der Staat tut zu wenig gegen diese Not.

Pater Cyzo Assis Lima, ein junger Priester aus Santa Cruz do Sul, wollte diese katastrophalen Zustände nicht mehr länger mit ansehen. Gemeinsam mit einigen Helfern beschloss er 1986, die Müllkippe zuzuschütten und dort ein Kinderzentrum zu errichten -als einen Ort, an dem die Jungen und Mädchen etwas zu essen bekommen, pädagogisch und medizinisch betreut werden und eine menschenwürdige Perspektive für ihr Leben vermittelt bekommen. Es dauerte nicht lange, da fand er Unterstützung vor Ort. Immer mehr Menschen wollten helfen, um den Kindern aus den Favelas ein besseres Leben zu ermöglichen. Erste Schritte erfolgten, immer neue Ideen wurden geboren.

Sr. Aurelia und Pater Lima

Doch um diese umzusetzen, war Geld nötig. Daran mangelte es überall. Während eines Deutschlandbesuches lernte Pater Lima Schwester M. Aurelia Illy und ihre Mitschwestern vom Orden der Barmherzigen Schwestern des Heiligen Karl Borromäus kennen. Er erzählte den Schwestern von der Not in seiner Stadt und bat um Hilfe. Schwester Aurelia sagte sofortige Hilfe zu und gründete im März 1994 mit Freunden und Bekannten den Verein “Resonanzprojekt Straßenkinder e.V. Bonn.” Die Mitglieder des Vereins kommen aus ganz Deutschland und treffen sich in Bonn, um sich über die neuesten Entwicklungen zu informieren. Die Mitglieder arbeiten alle ehrenamtlich. Einige reisten schon auf eigene Kosten nach Brasilien, um die Kinder zu besuchen und in den Projekten nach dem Rechten zu sehen.

Ziel des Vereins

Unser Ziel ist es, den von uns betreuten Kindern und Jugendlichen in Brasilien in ihrer Hoffnungslosigkeit Hilfe zur Selbsthilfe für ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Sie leben in den Favelas, erleben einen Alltag, der geprägt ist von Hunger, Krankheit und Not jeglicher Art. In den von uns geförderten Kinderzentren haben sie tagsüber ein Zuhause, werden ganzheitlich betreut und versorgt, machen dort Schularbeiten, werden in ihren Qualifikationen gefördert. Abends kehren die Kinder in ihre Familien zurück.

Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, daß die heranwachsenden Jugendlichen eine bescheidene Berufsausbildung machen können. Nur so ist es möglich, daß sie eigene Schritte in eine lichtvollere Zukunft tun. Das alles ist nur möglich, wenn viele Menschen mit einem weltweiten, großen Herzen uns bei dieser Zielsetzung unterstützen. Bitte helfen auch Sie uns, diese große Aufgabe zu bewältigen!

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